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Aidenbach
Die "Aidenbacher Bauernschlacht"
wird in den bayerischen Geschichtsbüchern in einem Atemzug mit der
sogenannten "Sendlinger Mordweihnacht" des Jahres 1705
genannt. In Aidenbach nahm der bayerische Volksaufstand gegen die
kaiserliche Besatzungsmacht während des Spanischen Erbfolgekrieges
am 8. Januar 1706 ein schrilles und blutiges Ende. Mehr als 4000
Bauern und Handwerker des bayerischen Unterlandes wurden dabei grausam
von der kaiserlichen Soldateska niedergemetzelt.
Der reizvoll im Hügelland zwischen
Vils und Rott gelegene Marktflecken bewahrt das Andenken an diese
schrecklichen Ereignisse von 1705/1706 in einem dramatisch gestalteten
Freilichtspiel, das alljährlich von Anfang Juli bis Mitte August
aufgeführt wird. An die hundert Laienspieler lassen dabei in Massenszenen
mit Pferden, Feuer und Pulverdampf auf vier durch Übergänge und
Treppen verbundenen Bühnen den Verzweiflungskampf der Bauern lebendig
werden, bei dem am Ende der "Schwarze Bauer" mit der Sense
die Oberhand gewinnt. Die für das Historienspiel gewählte Rondoform
durchbricht den aktuellen Spielablauf immer wieder mit Szenen in
der Retrospektive. Damit werden auch die komplexen geschichtlichen
Hintergründe, die zum Aufstand geführt haben, voll Leben und Spannung
ins Bild gesetzt.
Bei einem historischen Bauernmarkt
auf dem Freilichtareal, der dann nahtlos ins Spiel übergeht, können
sich die Besucher an den Schmankerln der Bäuerinnen leiblich und
an den Gauklern und Spielleuten seelisch ergötzen. Eine massiv überdachte
Sitztribüne für die Zuschauer macht die Freilichtaufführung witterungsunabhängig.
http://www.freilichtspiel.de/
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